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18. Internationales Tübingen Festival VIVA AFROBRASIL 2003
Programm Freitag, 18. Juli 2003 |
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18. Juli 2003, ab 19.30 Uhr: CIDADE NEGRA DANIELA MERCURY LAMPIRÔNICOS MARKTPLATZ TÜBINGEN: Hauptbühne auf dem historischen Tübinger Marktplatz: |
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| CIDADE NEGRA - Südamerikas beste Reggae-Truppe Reggae aus Rio - Brasiliens Samba-Hochburg? Warum nicht. In den 80er Jahren hatte der Beat aus Jamaika ganz Lateinamerika erobert und vielfältige Fusionen gezeitigt. Aus Salvador exportierten Olodum den Samba-Reggae in alle Welt. Die erfolgreichste Reggaeband des Landes aber kommt aus der Baixada Fluminense, einem Armenviertel im Süden der Cidade Maravilhosa. Cidade Negra bedeutet 'Schwarze Stadt' - für eine Band, die zu drei Viertel aus Afrobrasilianern besteht, ist dieser Name durchaus programmatisch zu verstehen. Ursprünglich sangen die Favela-Kids vom Überlebenskampf in den Ghettos und forderten "Schwarze an die Macht". Bald aber entpuppte sich die Formation um Starsänger Toni Garrido als Meister eingängiger Melodien. "Onde Você Mora?", "O Ere", "Sabado A Noite" - zahlreich sind ihre Hits bis heute. Zugleich forcierte die Gruppe ihre Zusammenarbeit mit Reggaestars wie Shabba Ranks und absolvierte als erste brasilianische Formation Liveauftritte im Mutterland des Reggae. Vor Jamaikas Top-Acts brauchen sich Cidade Negra jedenfalls nicht zu verstecken. Endlich drücken sie erstmals der heimischen Reggae-Hochburg Tübingen ihren Reggae-Stempel auf! DANIELA MERCURY - Königin der Axé-Music und Superstar der Música Popular Bahiana Als Karnevalsattraktion auf dem Trio Elétrico startete Daniela Mercury ihre Karriere in den Straßen von Salvador da Bahia. Heute hat sich die 'Königin der Axé Music' als internationale Kultur-Botschafterin Brasiliens etabliert. Nachdem sie es sogar auf die Titelseite des Time Magazins schaffte, durfte die charismatische Künstlerin letztes Jahr in einem landesweit ausgestrahlten TV-Clip des Tourismus-Ministeriums singend und tanzend die Sehenswürdigkeiten des Tropenlandes präsentieren. Ihre Sympathie für das afrikanische Erbe ihrer Heimat verbindet Daniela Mercury mit einer sympathischen Offenheit für elektronische Klänge. Einen Besuch bei der Berliner Love Parade nahm die Sängerin zum Anlass, auch beim bahianischen Karneval mit einem Trio Techno durch die Stadt zu ziehen. Tags darauf schon defilierte sie mit einer der berühmtesten afro-brasilianischen Karnevalsvereinigungen des Landes. Ihre gemeinsam mit Ile Aiye aufgeführte Hymne "Perola Negra" ("Schwarze Perle") geriet zu einem der emotionalen Höhepunkte im Karneval von Salvador 2002. Mit einer furiosen Mischung aus Brasil-Pop, Karibik-Grooves und bahianischen Karneval-Beats setzen der Superstar der Música Popular Bahiana und ihre 12-köpfige Formation mit neuem Album und DVD im Gepäck erneut ein Highlight beim traditionsreichen Tübinger Brasil-Festival. LAMPIRÔNICOS - Die jüngste Entdeckung am brasilianischen Pophimmel Lampirônicos nennt sich die jüngste Entdeckung am brasilianischen Pophimmel. Der Sound der Band wirft ein neues Licht auf Brasiliens vielfältige und reichhaltige Musikszene. Die Gruppe stammt aus Salvador da Bahia, der heimlichen Musikhauptstadt des Landes, und formierte sich erst zur Jahrtausendwende. Lampirônicos bedeutet "Lampiões Eletrônicos" -elektronische Öl- oder Gaslampen. In einem Wort wollen die Bandmitglieder damit das fruchtbare und folgenreiche Zusammentreffen von Computertechnologie und der bis nach Afrika zurückreichenden brasilianischen Rootsmusik zum Ausdruck bringen. Denn Lampirônicos mischen elektronische Klänge mit traditionellen Rhythmen wie Baião oder Xote. "Que Luz é Essa?" (Was für ein Licht ist das?), das Debütalbum der Lampirônicos, wurde teilweise von Carlinhos Brown produziert, der dem Longplayer auch als Songwriter seinen Stempel aufdrückte. Aber auch der legendäre Dominguinhos ist als Special Guest zu hören, ebenso wie Forró-Rocker Alceu Valença. Der Titelsong selbst stammt aus der Feder von Bahias Rockpionier Raul Seixas. Schon lassen sich Kritiker zu Vergleichen mit dem Mangue-Beat-Erfinder Chico Science hinreißen. Die in der Festivaltradition etablierte innovative Visitenkarte wird im diesem Jahr Lampirônicos abgeben, die mit viel Vorschußlorbeeren den Sprung nach Europa wagen. |